Fortbildung

Der Weltoffen e.V. bietet am 12. Oktober 2018 eine ganztägige Fortbildung an
zum Thema:

„Mehrsprachige und interkulturelle Erziehung
– Praxistipps und Hintergründe“

People-044-Talking-Bubble

Programm: 9:00 Uhr – 15:00 Uhr

* Migration und Interkulturalität in Leipzig
* Mehrsprachigkeit im Alltag – globale Perspektiven
* Pro und Kontra mehrsprachige Erziehung
* Praxistipps für den Umgang mit Mehrsprachigkeit im Betreuungskontext
* Tipps für ein diskriminierungsfreies Umfeld

Mittagspause (ca. 12.30 Uhr)

* Stadien des kindlichen Spracherwerbs
* Umgang mit Code-Switching
* Mediennutzung im interkulturellen Bereich
* Überwindung von Sprachgrenzen im Umgang mit Eltern
* Materialien und Literaturtipps

Für wen: ErzieherInnen, Tageseltern, Interessierte an den Themenfeldern mehrsprachige und interkulturelle Erziehung
Termin: Samstag, 12. Oktober 2018 von 9:00 – 15:00 Uhr
Ort: WeltOffen e.V., Straße des 17. Juni 11, 04107 Leipzig, nahe Wilhelm-Leuschner-Platz
Teilnahmebeitrag: 20 €
Anmeldefrist: Anmeldung bis zum 07. Oktober per Mail an: vielfalt@weltoffen-leipzig.de

Die Fortbildung findet auch am Samstag, den 01.12.2018, statt.
Mehr Informationen im Flyer.

Neustart 2018

Feedbacks_Bild1

Vielfalt gestalten! Zusammen arbeiten in der offenen Gesellschaft startete am 1. Mai 2018. Das Bildungsangebot wird aus Mitteln des Landesprogrammes Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz sowie durch eine Förderung der Stiftung :do finanziert. Wir setzen damit unsere Zusammenarbeit mit Berufsschulen und anderen Weiterbildungseinrichtungen fort, um den Klassen in der Aus- und Weiterbildung interkulturelle Bildung aus erster Hand zu ermöglichen. Das Projektdesign sieht vor, dass jede der Weiterbildungen von mindestens ein*e Referent*in mit Migrationsbiografie vorbereitet und durchgeführt wird. Wir verwenden Methoden des aktivierenden Lernens und vermitteln praxisnah Kenntnisse um Migration und Inklusion für verschiedene berufliche Schwerpunkte. Die für die Auszubildenden in Abstimmung mit den jeweiligen Lehrplänen erstellten Inhalte werden in Modulen à 4 UE angeboten, die seriell durchgeführt werden können.
Die teilnehmenden Weiterbildungseinrichtungen beteiligen sich an den Kosten mit 65,-€ pro Modul, Materialien stellt WeltOffen, vor Ort wird nur ein Beamer und eine Flipchart benötigt. Einen Eindruck der über die Inhalte der aufeinander aufbauend geplanten Module gibt der Flyer.

Ein Jahr Vielfalt

Im Projekt „Vielfalt im Beruf. Ein interkulturelles Training in der Aus- und Weiterbildung“ gab es 2017 fast 40 Veranstaltungen, davon 19 Projekttage. Insgesamt wurden damit 615 BerufsschülerInnen und Menschen in Weiterbildungen erreicht. Unser Team mit ReferentInnen aus unterschiedlichen Ländern führte durch abwechslungsreiche Veranstaltungen mit anregenden Diskussionen und oft sehr kreativen Ergebnissen.

berufsschule_diversity3

Bei den teilnehmenden Schulen insbesondere im Erziehungsbereich und in der Pflege bestand ein großer Bedarf und Interesse, bei der Gestaltung des Curriculums die Unterstützung durch unser Team zu wählen und diese Zusammenarbeit auch 2018 fortzusetzen. Die Themen rund um Interkulturalität wurden dort als abwechslungsreicher und praxisnaher Bestandteil in die Berufsausbildung integriert.

Die Evaluation unserer Veranstaltungen zeigte, dass durch unsere Trainings bei den Teilnehmenden viele berufsbezogene Fragen zu den Themen Migration und interkulturelles Zusammenleben beantwortet werden konnten. Die konkrete Handlungsorientierung und Wissensvermittlung ist auch in Zukunft für SchülerInnen in der Ausbildung wichtig, weshalb wir für 2018 ein erweitertes Angebot interkultureller Bildung in insgesamt vier aufeinander aufbauenden Modulen ausgearbeitet haben.

Wir bedanken uns für die Unterstützung durch alle teilnehmenden Schulen und die gute Zusammenarbeit mit unseren Förderinstitutionen: bei den MitarbeiterInnen des Programmes Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz sowie der Stiftung :do!

Wir hoffen, dass wir diese erfolgreiche Zusammenarbeit im Jahr 2018 fortsetzen können, denn: es gibt immer noch viel über Vielfalt zu lernen!

Auf ins neue Schuljahr

Die sächsischen Sommerferien neigen sich dem Ende zu und so starten viele junge Menschen in knapp zwei Wochen in eine Berufsausbildung oder das nächste Ausbildungsjahr.

Interessierte Berufs- und Weiterbildungszentren können nach wie vor Workshops und/oder Projekttage aus unserem Projekt Vielfalt im Beruf bis Dezember 2017 buchen.

In interaktiven Workshops und Projekttagen vermitteln wir interkulturelle Kompetenzen an Teilnehmende, die in den beruflichen Alltag starten. Dabei möchten wir Verständnis für Migrationsgründe wecken, Vorurteile abbauen und so einen Grundstein für mehr Offenheit in einem vielfältigen beruflichen Umfeld legen. Unser interkulturelles Team beleuchtet dabei bewusst die migrantische Perspektive und stärkt den direkten Dialog.

Bei Interesse rufen Sie uns gerne an oder schreiben eine E-Mail. Weitere Informationen können Sie dem Projektflyer entnehmen.

Flyer_Foerderer_S1Flyer_Foerderer_S2

 

WeltOffen auf der Ökofete am 18. Juni

Diesen Sonntag ist es soweit. Der Ökolöwe Leipzig veranstaltet am 18. Juni von 12-19 Uhr die 28. Ökofete im Clara-Zetkin-Park – und der WeltOffen e.V. ist mit dabei.

Informiert euch an unserem Stand zu den verschiedenen Projekten, die wir anbieten, oder aber entspannt in unserer Leseecke mit Büchern der Bunten Büchothek.

Ihr findet uns auf der Anton-Bruckner-Allee direkt vor dem Musikpavillon.
Wir freuen uns auf euch – euer WeltOffen-Team

Theater: Typisch! Oder NICHT!

Von humorlosen Bratwürsten und langfingrigen Wodkagenießern

Am 11.06.2017 wird um 11:00 Uhr im Polnischen Institut Leipzig ein Theaterstück über Vor-/Urteile inszeniert. Das Stück präsentiert das Ergebnis eines dreimonatigen Kreativprojektes mit Leipziger Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne polnischem Migrationshintergrund. Im Anschlus wird eine Fotoausstellung über die Entstehung des Stückes eröffnet.

Der Eintritt ist frei – mehr Informationen hier

Wir sind gespannt!

 

Welttag der kulturellen Vielfalt!

Die UNESCO hat viele internationale Tage, um verschiedenen geschichtlichen, kulturellen oder religiösen Geschehnissen oder Errungenschaften zu gedenken.

Am 21. Mai ist Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung, dem auch wir unsere Aufmerksamkeit schenken möchten.

Wir leben in einer globalisierten Welt, die ohne kulturelle Vielfalt nicht existieren würde. Unser Alltag ist durchzogen von verschiedensten Einflüssen – sei es auf sprachlicher, musikalischer oder kulinarischer Ebene. Das Postulat einer homogenen, in sich geschlossenen Kultur kann somit nicht richtig sein…

Vielmehr sind wir alle viele, leben in einem transkulturellen Raum und teilen viele Zugehörigkeiten. Mögen wir uns diese Viefalt erhalten!

Vom Hass auf der Straße zum Hass im Netz

Hetze und Hass findet nicht nur auf offener Straße in Form von Demos, Übergriffen und Gewalttaten statt. Mittlerweile ist das Internet zum neuen großen Schauplatz mit ungeahnter Reichweite avanciert. In sozialen Netzwerken, Kommentaren, Foren – überall findet sich Hate Speech (zu deutsch: Hassrede). Schnell ist von verschiedensten Begriffen die Rede: ob von Cyber-Mobbing, Trollen, Cyber-Grooming oder Shitstorm – von uns allen wird Vorwissen erwartet, um diese Begriffe einzuordnen und ihnen adäquat zu begegnen.

TROTZDEM

Was hat Medienkompetenz mit unseren interkulturellen Trainings zu tun?

In unseren Trainings möchten wir Offenheit und Toleranz bei jungen Menschen fördern, um Diskriminierung in der Ausbildung und am Arbeitsplatz aktiv zu begegnen. Ein Raum, in dem sich vor allem schonungslose Diskriminierung in Form von Hate Speech findet, ist das Internet. Zwischen „realer Welt“ am Arbeitsplatz und „virtueller Welt“ daheim zu trennen, erscheint allerdings wenig sinnvoll – schließlich werden Arbeitskontakte im Netz weiter gepflegt und das Netz via Smartphone in die Arbeitswelt geholt. Toleranzförderung, Antirassismusarbeit und Medienkompetenz gehen damit Hand in Hand. Vor allem in unserem Interkulturellen Training III widmen wir uns deshalb dem Umgang mit Medien bei Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.

MeinungjaHassnein

Was kann ich tun?

Bisher reagieren nur 14 Prozent mit Gegenrede (Counter Speech) auf Hass im Netz. Trauriger Nebeneffekt ist dadurch, dass sich über 60 Prozent der HaterInnen in ihren Aussagen bestätigt fühlen. Und fast noch schlimmer: die schweigende, aber mitlesende Mehrheit bekommt ebenso den Eindruck, dass Hass, Gewaltbereitschaft und Rassismus unkommentiert hingenommen werden. Ein wichtiger und dringender Appell der Medienpädagogik ist deshalb: Gegenhalten. Egal ob als Facebook-Kommentar oder als Reaktion auf einen Internetartikel: ruhig bleiben, sachlich die eigene Meinung aufzeigen, nicht provozieren und ganz klar Standpunkt gegen Hetze beziehen!

noneofmybusiness

Infos, Kampagnen und Seiten zum Weiterlesen

Anti-Defamation League
Eine praktikische Übersicht der US-Menschenrechtsorganisation ADL, wie Websites von Unternehmen mit Hate Speech gemäß ihrer Richtlinien umgehen und welche Maßnahmen durch UserInnen ergriffen werden können.

Faktenfinder der Tagesschau
Aktuell kursierende Fake News werden durch die Tagesschau-Redaktion geprüft. Außerdem bietet die Seite Hintergründe zur Funktionsweise von Fake News, Social Bots, Filterblasen und co.

Jugendschutz.net
Bei dieser Website kann man extremistische und gewalttätige Inhalte sowie Vorfälle von Cybermobbing melden. Die Inhalte werden hier auf Jugendschutz geprüft und ggf. weitere Schritte durch die Redaktion eingeleitet.

NO HATE SPEECH
Hier gibt es Infos zum Phänomen von Hate Speech und viele praktische Anregungen, was wir dagegen tun können (counter speech, Inhalte melden, etc.).

Politifact
In diesem US-amerikanischen journalistischen Recherche-Projekt werden konkrete Aussagen von PolitikerInnen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft.

…und wer unter Zeitdruck ein schnelles, aber originelles Zeichen gegen Hate Speech setzen möchte, kann sich auch einfach bei den praktischen Memes von NO HATE SPEECH bedienen:

nachdenken

Die Feste feiern, wie sie fallen…

Eine Anregung für Klassenzimmer, Kita, Betrieb und Büro gleichermaßen: Der interkulturelle Kalender! Hier wird verschiedenen religiösen sowie kulturellen Fest- und Feiertagen gedacht.

Wieso nicht auch einmal den Frühling mit Rama Navami begehen oder das ausschweifende Fest des Fastenbrechens Īd al-Fitr zum Ende des Ramadan feiern?

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge stellt den interkulturellen Kalender für 2017 zum Download zur Verfügung. Außerdem gibt es vom Sächsischen Ausländerbeauftragten eine spezielle Variante, die die Ferien in Sachsen bedenkt und hier kostenlos bestellt werden kann.

Und schon hat das Jahr (statt gerade mal zwölf) über 50 Feiertage… einfach die Feste feiern, wie sie fallen!

interkultureller-kalender-2017
Interkultureller Kalender des BAMF

Neues Jahr – neues Projekt

Nachdem unser Projekt Vielfalt macht Sinn mit Ende des Jahres 2016 erfolgreich beendet wurde, starten wir direkt ins nächste: Vielfalt im Beruf – ein interkulturelles Training in der Aus- und Weiterbildung ist ein Workshop- und Projekttagesangebot, das BerufsschülerInnen interkulturelle Kompetenzen vermittelt. Neben Hintergründen zu Migration und Globalisierung sollen die TeilnehmerInnen außerdem mögliche Konfliktsituationen an ihrem zukünftigen Arbeitsplatz erarbeiten und Lösungen finden. Unser Team besteht aus professionellen ReferentInnen, unter anderem mit eigener Migrationsbiografie, die die Projekttagesinhalte individuell an die Fachbereiche der TeilnehmerInnen anpassen. Die BerufsschülerInnen werden dabei interaktiv durch verschiedene Spiele und Übungen einbezogen, um praxisbezogenes und aktivierendes Lernen zu fördern.

Gerne vereinbaren wir interkulturelle Trainings mit Ihren Klassen von Februar bis Dezember 2017.

Zu dem bisherigen Angebot (Basisworkshop, Projekttag) haben wir einen neuen Aufbauworkshop entwickelt, der vermehrt auf Medienkompetenz und Informationsbeschaffung abzielt. Gerade in der aktuellen angespannten Situation, in der Ressentiments gegen Minderheiten wie Geflüchtete und MuslimInnen zunehmen, werden interkulturelle Trainings immer wichtiger – um die Auszubildenden auf ein vielfältiges Berufsumfeld vorzubereiten, ihnen Hintergründe zu Migration und Interkulturalität bereitzustellen und Konflikten gezielt vorzubeugen.

Hier unser Angebot im Überblick:

Interkulturelles Training I Basisworkshop
Dauer: 4 UE (180 min)
Kostenbeitrag: 50 € pro Workshop
Gruppengröße: max. 30 TN
Schwerpunkte: Interkulturelle Kompetenzen – Kultur – Migration

Interkulturelles Training II Projekttag
Dauer: 8 UE (360 min)
Kostenbeitrag: 100 € Projekttag
Gruppengröße: max. 30 TN
Schwerpunkt: Interkulturalität – Migration – Konfliktlösung

Interkulturelles Training III Aufbauworkshop
Dauer: 4 UE (180 min)
Kostenbeitrag: 50 € pro Workshop
Gruppengröße: max. 30 TN
Schwerpunkt: Diskriminierung – Sprachanalyse – Medienkompetenz

Genaue Informationen können Sie dem Flyer entnehmen.
Wir freuen uns von Ihnen zu hören.